Das Etikett eines Champagners sagt viel über seine Herkunft. Es gibt
ca.15.000 verschiedene Champagnersorten, aber es bedeutet
nicht, dass es genau so viele Winzer gibt. Die
Genossenschaften stellen unterschiedliche Champagner her, die
dann bei einer Degustation (Verkostung) von allen
Traubenlieferanten und einigen Winzern probiert, wahlweise gekauft
und unter eigenem Namen vermarktet werden.
Lassen wir die Etiketten sprechen:
NM: Négociant manipulant. Handelshaus,
das den Champagener ausbaut und selbst vermarktet. In der Regel
besitzen die Handelshäuser eigene Weinberge, kaufen jedoch
Traubenmaterial hinzu.
RM: Récoltant manipulant. Diese Bezeichnung benennt die kleinen Winzerbetriebe, die den Champagner selbst ausbauen und vermarkten.
CM: Coopérative de manipulation. Genossenschaft, die das Traubenmaterial ihrer Mitglieder ausbaut und vermarktet.
RC: Récoltant coopérateur. Ein Weinbauer, der sein
Traubenmaterial einer Genossenschaft zur Champagnerherstellung
überlässt und die Flaschen zwecks Vermarktung seiner eigenen Marke
zurück erhält.
ND: Négociant distributeur. Handelshaus, das fertig hergestellten Champagner aufkauft und unter eigener Marke vertreibt.
MA: Marque d´acheteur. Großabnehmer, der ein
Handelshaus bittet den Champagner mit dem Etikett seiner eigenen Marke
zu versehen. Es handelt sich in der Regel um einfache Qualitäten.
Das traditionelle Herstellungsverfahren ist die Flaschengärung "Méthode Champenoise".
Bis Dezember 1994 war allen Herstellern von Qualitätsschaumweinen
erlaubt diesen Begriff zu benutzen. Der Europäische Gerichshof hat im
Juli 1992 unwiderruflich die Méthode Champenoise per
Gerichtsbeschluss geschützt.
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